Alter:
20–40 Jahre: Der Standard-BMI-Bereich ist am besten geeignet. Ein stabiles Gewicht innerhalb dieses Bereichs ist ideal.
Im Alter von 40 bis 60 Jahren beginnt die Sarkopenie (altersbedingter Muskelabbau). Betroffene können einen „normalen“ BMI haben, aber dennoch einen hohen Körperfettanteil (fettfreies Fett) aufweisen. Die Körperzusammensetzung (Muskeln vs. Fett) wird wichtiger als das Gewicht auf der Waage.
Ab 60 Jahren: Ein BMI im oberen Normbereich oder auch leichtes Übergewicht (z. B. 25–27) kann mit einer besseren Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Gebrechlichkeit einhergehen. Der Taillenumfang ist jedoch ein wichtiger Messwert zur Überwachung von gefährlichem Bauchfett.
Weitere wichtige Faktoren, die der BMI nicht berücksichtigt:
Muskelmasse: Athleten mit einer großen Muskelmasse können einen BMI haben, der in die Kategorie “Übergewicht” fällt, ohne dass gesundheitliche Risiken bestehen.
Körpergröße und Fettverteilung: Die Lage der Fettansammlung (apfel- oder birnenförmige Gestalt) ist ein wichtiger Indikator für das Gesundheitsrisiko. Der Taillenumfang (>102 cm bei Männern, >88 cm bei Frauen) ist ein weiterer wichtiger Messwert.
Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit: Die Körperzusammensetzung variiert, und manche Bevölkerungsgruppen weisen möglicherweise unterschiedliche Risikoschwellen auf.
Kinder und Jugendliche: Wie Sie bereits festgestellt haben, sollten altersspezifische BMI-Perzentile verwendet werden (unter Verwendung von alters- und geschlechtsspezifischen Perzentiltabellen) – die Klassifizierung für Erwachsene findet keine Anwendung.
Praktische Zusammenfassung
Für eine ganzheitliche Betrachtung eines gesunden Gewichts:
Berechnen Sie zunächst Ihren BMI.
Messen Sie Ihren Taillenumfang (auf Höhe des Bauchnabels), um Ihr Risiko für die Speicherung von Bauchfett einzuschätzen.
Berücksichtigen Sie Ihr Alter und Ihren Lebensstil: Konzentrieren Sie sich vor allem nach dem 40. Lebensjahr auf den Erhalt der Muskelmasse durch Krafttraining und eine proteinreiche Ernährung.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt individuell beraten, gegebenenfalls einschließlich einer Körperzusammensetzungsanalyse.
Die von Ihnen bereitgestellten Daten bieten eine ausgezeichnete allgemeine Orientierung, und die Hervorhebung dieser Änderungen trägt dazu bei, deren sichere und effektive Anwendung zu gewährleisten.