“Der Vater gab seine von Geburt an blinde Tochter für einen Bettler aus – und was als nächstes passierte, überraschte viele Menschen.” Zainab hat die Welt nie gesehen, aber sie spürte mit jedem Atemzug seine Grausamkeit.

onMarch 10, 2026

Ein lautes Klopfen erschütterte die schwere Eichentür.

 

Yusha bewegte sich zum Eingang und sein Gesicht verhärtete sich wie die Maske des Arztes, der er einst war. Er öffnete sie und sah einen Mann, der in eisigem Regen getränkt war und in einer schmutzfarbenen Lackierung des königlichen Gesandten gekleidet war. Dahinter stand ein zitternder schwarzer Wagen, dessen Lampen flackerten wie verblassende Sterne.

 

“Ich suche nach einem Mann, der korrigiert, was andere wegwerfen”, explodierte der Bote und warf einen Blick tief in die warme Hütte. “Man sagt in der Stadt, dass hier ein Geist lebt. Ein Geist mit göttlichen Händen.”

 

Yushis Blut wurde zu Eis. “Sie suchen einen Bettler. Ich bin ein einfacher Mensch””

 

“Ein einfacher Mensch wird dem Sohn eines Holzfällers nicht das Leben retten, indem er eine Schädelentzündung macht”, antwortete der Bote und machte einen Schritt weiter. “Mein Meister ist in der Kutsche. Er stirbt. Wenn er vor deiner Haustür stirbt, wird dieses Haus bis zum Morgengrauen zu Asche””

 

Zainab ging zu Juscha und legte seine Hand auf seine Schulter. Sie spürte die fiebrige Schwingung seines Pulses. “Wer ist der Meister?” Fragte sie mit einer ruhigen, kalten Stimme.

 

“Der Sohn des Gouverneurs”, flüsterte der Bote. “Bruder des Mädchens, das bei einem großen Feuer ums Leben kam””

 

Die Ironie war die körperliche Belastung. Die gleiche Familie, die Juscha in Staub vergraben hat und sein Leben zu Asche verbrannt hat, drängte sich jetzt in einer Kutsche vor seiner Tür und flehte um das Leben seines Erben.

 

“Tu das nicht”, flüsterte Zainab, als der Bote sich hinter den Patienten zurückzog. “Sie werden dich erkennen. Sie werden dich zum Galgen bringen, sobald sich sein Zustand stabilisiert hat””

 

“Wenn ich das nicht tue”, antwortete Juscha, und seine Stimme war heiser und heiser, “werden wir beide jetzt getötet. Und was noch schlimmer ist, Zainab … Ich bin ein Arzt. Ich kann niemanden im Regen bluten lassen, wenn ich eine Nadel in der Hand halte.”

 

Sie brachten einen neunzehn Jahre alten jungen Mann mit grauem Gesicht mit einer Splitterwunde bei einem Jagdunfall, die im Oberschenkel eiterte. Der Geruch von Gangrän erfüllte einen sauberen, nach Kräutern riechenden Raum wie eine abscheuliche Invasion in eine sterbende Welt.

 

Yusha arbeitete in